Publikationen

… aus der Münchhausen-Bibliothek Zürich

  • Stefan Howald & Bernhard Wiebel (Hrsg.). Das Phänomen Münchhausen. Neue Perspektiven. Kassel: cassel university press 2020.
  • Rudolf Erich Raspe: Münchhausens Abenteuer – die fantastischen Erzählungen vollständig aus dem Englischen übersetzt. Herausgegeben von Stefan Howald und Bernhard Wiebel. Frankfurt a.M.: Stroemfeld 2015.
  • Bernhard Wiebel Münchhausens Ritt auf der Bombe. In: Kunstmuseum Olten (Hrsg.), 52 Lieblingsbilder Nr. 12. Olten 2015.
  • Bernhard Wiebel: Münchhausen lügt nicht! Der Mythos vom harmlosen Lügenbaron. In: NZZ 5.1.2013, Seite 53.
  • Bernhard Wiebel: & Ursula Gfeller: Rudolf Erich Raspe als Geologe. Vom „vulkanischen Mordbrenner“ zum Zweifler am Vulkanismus. In: Philippia, Abhandlungen und Berichte aus dem Naturkundemuseum im Ottoneum zu Kassel 14/1 2009, S. 9–56.
  • Bernhard Wiebel: Fünf Arten, sich am eigenen Schopfe aus dem Sumpf zu ziehen. Text im Programheft zur gleichnamigen Komposition von Werner Bärtschi. Aufgeführt unter seiner Mitwirkung und dem Carmina-Quartett. Tonhalle Zürich 14. April 2009.
  • Bernhard Wiebel: Münchhausen – das Märchen vom Lügenbaron. Über die anspruchsvolle Aufgabe, sowohl literarische Figur als auch literarische Gattung zu sein. In: Regina Bendix &  Ulrich Marzolph (Hrsg.): Hören, Lesen, Sehen, Spüren – Märchenrezeption im europäischen Vergleich. Hohengehren: Schneider Verlag 2008, S. 47–74.
  • Bernhard Wiebel: Münchhausen-Bücherkunde und Münchhausen-Stammbäume – Balladen-Börries, Vetter Hieronymus und die Entdeckung des verschollenen Manuskripts. In: Ulrich Joost & Alexander Neumann (Hrsg.): Lichtenberg-Jahrbuch. Heidelberg: Universitätsverlag 2007, S. 212–239.
  • Bernhard Wiebel: Martin Distelis Kunst unter der Lupe – Augenweide und Agitation. Von den Illustrationen zu Münchhausen bis zu einem imaginären Totentanz. Wegleitung für die Disteli-Ausstellung im Rahmen der Ausstellung Papierwerte. Olten: Kunstmuseum April/Mai 2007.
  • Bernhard Wiebel: Raspes Münchhausen lügt nicht, oder: Munchausen on German Volcano. In: Andrea Linnebach (Hrsg.): Wissenschaft, Kunst, Abenteuer – der Münchhausen-Autor Rudolf Erich Raspe. Kassel: euregioverlag 2005, S. 109–131.
  • Bernhard Wiebel: Zeittafel: Raspe, Regenten und Revolutionen. In: Andrea Linnebach (Hrsg.): Wissenschaft, Kunst, Abenteuer – der Münchhausen-Autor Rudolf Erich Raspe. Kassel: euregioverlag 2005, S. 28–31.
  • Bernhard Wiebel: Kommentierte Bibliographie von Raspes wichtigsten Schriften. In: Andrea Linnebach (Hrsg.): Wissenschaft, Kunst, Abenteuer – der Münchhausen-Autor Rudolf Erich Raspe. Kassel: euregioverlag 2005, S. 158–161.
  • Bernhard Wiebel: Gefährliche Abenteuer und wunderbare Rettung eines Pionierwerks – Die Münchhausen-Bibliographie von Erwin Wackermann. In: Marginalien, Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie, Wiesbaden: Otto Harrassowitz, Heft 1, März 2004, S. 40–48.
    Der Aufsatz schildert die Entstehungsgeschichte der Münchhausen-Bibliographie Münchhausiana von Erwin Wackermann und löst das Rätsel, weshalb 1969 zwei Bibliographien erschienen sind, nachdem es jahrzehntelang keine gegeben hatte.
  • Bernhard Wiebel: Münchhausen-Bibliothek – Bestandsgeschichte, quantitative und systematische Beschreibung, Sondersammlungen (M. Disteli; R. E. Raspe), Quellen zur Bibliotheksgeschichte. Beitrag im elektronischen Handbuch der historischen Buchbestände in der Schweiz  seit 2002.
  • Bernhard Wiebel: Thekla Gehrmann (1948-2002) – Dem Baron nicht verfallen – aber wohlwollend zugeneigt. Nachruf auf die Münchhausen-Forscherin und langjährige Leiterin des Münchhausen-Museums in Bodenwerder. In: Jahrbuch 2003 für den Landkreis Holzminden, Band 21. Holzminden: Jörg Mitzkat 2002, S. 159–164.
  • Bernhard Wiebel: Eine münchhausologische Sammlung. In: Marginalien, Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie, Wiesbaden: Otto Harrassowitz, Heft 3, Okt. 1999, S. 63–74.
  • Bernhard Wiebel: Münchhausen – Raspe – Bürger: ein phantastisches Triumvirat. Einblick in die Münchhausen-Szene und die Münchhausen-Forschung mit einem besonderen Blick auf R. E. Raspe. In: Münchhausen – Vom Jägerlatein zum Weltbestseller. Münchhausen-Museum Bodenwerder (Hrsg.): Göttingen: Arkana Verlag 1998, S. 13–55.
    Der Aufsatz enthält u.a. Argumente dafür, dass R.E. Raspe die ersten Illustrationen zum Münchhausen selber geschaffen hat und dass E.L. Riepenhausen, der Illustrator von Bürger, für seine Nachstiche der Bilder eine andere englische Ausgabe zur Vorlage hatte als Bürger für seine Übersetzung.
  • Bernhard Wiebel: Werkprofil zu Münchhausen. In: Handbuch zur Kinder- und Jugendliteratur, Bd V, 1850–1900. Stuttgart: Metzler Verlag 1998, Sp. 755–759.
  • Bernhard Wiebel: Münchhausens Zopf und die Dialektik der Aufklärung. In: Erich Donnert (Hrsg.): Europa in der Frühen Neuzeit (Band 3). Wien, Köln, Weimar: Böhlau Verlag 1997, S. 779–801.
    Der Aufsatz ist eine Mikroanalyse der Erzählung, in der Münchhausen über einen Sumpf zu springen versucht, beim ersten Versuch in der Luft wendet, beim zweiten Sprung in den Morast gerät und sich selber daraus zu retten weiss. Die Untersuchung zeigt, dass der Ausgang des Abenteuers nicht so eindeutig ist, wie er zu sein scheint, und dass in der Uneindeutigkeit eine Aussage steckt: Der Beitrag stellt die These vor, dass die Episode auf den Philosophen Immanuel Kant zurückgeht, auf seine berühmte Antwort zur Frage: «Was ist Aufklärung?» von 1784. Die Antwort, die implizit in dem Abenteuer Münchhausens enthalten ist, erscheint als ein Vorläufer dessen, was heute mit der Dialektik der Aufklärung bezeichnet wird.

  • Bernhard Wiebel: Münchhausen – ein amoralisches Kinderbuch. In: Bernhard Wiebel / Thekla Gehrmann: Münchhausen – ein amoralisches Kinderbuch. Untersuchung zu einem Bestseller & Bibliographie der deutschsprachigen Kinderbuchausgaben des Münchhausen. Ausstellungskatalog. Zürich: Schweizerisches Jugendbuch-Institut 1996, S. 9–65.
    Der Aufsatz schildert die Entwicklung des Münchhausen von der Satire zum Kinderbuch, stellt den Stand der Kinder- und Jugendbuchforschung zu diesem Bestseller dar und geht der Frage nach, weshalb zu ihm eine Forschungslücke besteht. Ausserdem behandelt der Beitrag, wie Herausgeber der Kinderausgaben mit der Lüge umgehen, wie sie in den Text eingreifen, ihn zensurieren und umschreiben. Anhand von 18 je zeittypischen Ausgaben zwischen 1786 und 1996, die alle kurz charakterisiert werden, ist die Entwicklung des Münchhausen zum und als Kinderbuch – auch im Bild – ablesbar. Der Katalog enthält die erste auf Autopsie beruhende Bibliographie der Kinder-/ Jugendausgaben, 350 Nummern. (Autorin: Thekla Gehrmann; Stand 1996).
  • Bernhard Wiebel: Münchhausens Kugelritt ins 20. Jahrhundert – ein Aufklärungsflug. In: Hans-Joachim Kertscher (Hrsg.): G.A. Bürger und J.W.L. Gleim. Tübingen: Niemeyer Verlag 1996, S. 159–183.
    Der Aufsatz enthält eine Mikroanalyse der sprachlichen Gestaltung des Abenteuers des Barons, der auf einer Kanonenkugel reitet und auf eine entgegenkommende umsteigt. Der Artikel interpretiert die Episode als Mahnung an die Sterblichkeit (memento mori). Schliesslich weist die Arbeit nach, dass sich in der Beschreibung des Kugelritts von 1786 das Konzept der Echtzeit, wie es Paul Virilio für die heutige Zeit charakterisiert, abzeichnet.
  • Bernhard Wiebel, Lucien Leitess, Irma Noseda: Martin Disteli – und fluchend steht das Volk vor seinen Bildern. Ausstellungskatalog Kunstmuseum Olten. Zürich: Buchclub Ex Libris 1979/1981.

Weitere Publikationen zum Phänomen Münchhausen

William Strang. Münchhausens Sturz in die Bibliothek von Alexandria. In: Anonym. The Surprising Adventures of Baron Munchausen. London: Chelsia Publishing 1895, S. 282
William Strang. Münchhausens Sturz in die Bibliothek von Alexandria.
In: Anonym. The Surprising Adventures of Baron Munchausen.
London: Chelsia Publishing 1895, S. 282

Mit diesen Worten fuhr ich mit meinem Streitwagen mit aller Kraft durch den früheren Pfad, jene Spur, die von Baron von Tott erwähnt wurde, und als ich schon beträchtlich vorangekommen war, fühlte ich, wie mein Wagen unter mir einsank. Ich versuchte weiterzufahren, aber der Grund oder, besser, ein ungeheures Gewölbe, gab unter mir nach, und mein Streitwagen stürzte mit allem tief hinunter. Vom Fall benommen, brauchte ich ein paar Augenblicke, um mich wieder zu fassen, bis ich endlich zu meinem Erstaunen erkannte, dass ich in die Bibliothek von Alexandria gefallen war und von einem Büchermeer überwältigt wurde. Tausende von Folianten stürzten mir auf den Kopf inmitten der Ruinen jenes Teils des Gewölbes, durch das mein Wagen eingebrochen war, und begruben kurzzeitig meine Stiere und alles andere unter einem Haufen Gelehrsamkeit. Jedoch gelang es mir, mich zu befreien, und ich schritt voller Bewunderung durch die breiten Alleen der Bibliothek. Auf allen Seiten erblickte ich unzählige Folianten und Zusammenstellungen antiker Gelehrsamkeit und alle Wissenschaft der vorsintflutlichen Welt. Ich traf mich mit Hermes Trismegistos und einer Gruppe alter Philosophen, die die Politik und die Bildung ihrer Tage diskutierten. Ich löste bei ihnen unaussprechliches Entzücken aus, als ich ihnen in wenigen Worten alle Entdeckungen Newtons und die Geschichte der Welt seit ihrer Zeit schilderte. Diese Nobilitäten erzählten mir im Gegenzug tausend Geschichten aus der Antike, für die einige unserer Geschichtsforscher ihre Augäpfel hergeben würden. (Rudolf Erich Raspe: Fortsetzung der Abenteuer von Baron Münchhausen, 1792. Ins Deutsche übertragen von Stefan Howald. Frankfurt am Main: Stroemfeld 2015, S. 197f.)

  • Tina Breckwoldt: Die ganze Wahrheit über Münchhausen & Co. Benevento 202o.
  • Anna von Münchhausen: Der Lügenbaron. Mein phantastischer Vorfahr und ich. Hamburg: Kindler 2020.
  • Marialuisa Ferrazzi & Adalgisa Mingati: Le meravigliose avventure del barone di Münchhausen fra Ingliterra, Germania e Russia. Padua: University Press 2014. 
  • Melanie Beese: Münchhausens wunderbare wissenschaftliche Abenteuer zu Wasser und in der Luft und wie er diese zu erzählen pflegt. Eine literatur- und wissensgeschichtliche Studie. Bielefeld: Aisthesis Verlag 2013. 
  • Nada Ivanovic: Literatur und Wirklichkeit. Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen und die Geschichte des letzten deutschen Volksbuches. In: Ulrich Jost et.al (Hrsg.): Lichtenberg-Jahrbuch 2010. Heidelberg: Universitatsverlag 2010.
  • Anette Schilling:  Sprachliche Verfahren zur Vorstellungsbildung in Gottfried August BürgersMünchhausen-Erzählungen. München: Judicium Verlag 2008. 
  • Andrea Linnebach (Hrsg): Der Münchhausen-Autor Rudolf Erich Raspe. Kassel: euregioverlag 2005.
  • Harald Kämmerer: Untersuchung des Satirecharakters: Nur um Himmels willen keine Satyren … Deutsche Satire und Satiretheorie des 18. Jahrhunderts im Kontext von Anglophilie, Swift-Rezeption und ästhetischer Theorie. Heidelberg:  Universitätsverlag 1999.
  • Fabian Fröhlich: Gottfried August Bürgers Münchhausen im Spiegel seiner Illustrationen. In: Quarber Merkur 87, 1998, S. 7-54
  • Helmut Scherer: Gottfried August Bürger. Der Dichter des Münchhausen. Eine Biographie. Berlin: Scherer Verlag 1995.
  • Werner R. Schweizer: Münchhausen und Münchhausiaden. Werden und Schicksale einer Deutsch-Englischen Burleske. Bern und München: Francke Verlag 1969.
  • Erwin Wackermann: Münchhausiana. Bibliographie der Münchhausen-Ausgaben und Münchhausiaden. Mit einem Beitrag zur Geschichte der frühen Ausgaben. Stuttgart: Verlag Fritz Eggert 1969.
  • John Carswell: The Prospector.Being the Life and Times of Rudolf Erich Raspe. London: Cresset Press 1950.Rudolf Hallo. Rudolf Erich Raspe. Ein Wegbereiter von Deutscher Art und Kunst. Stuttgart & Berlin: Verlag W. Kohlhammer 1934.